Grenzgänger verliert seine vertraute Welt

Marc Lustenberger hat einst beim «Willisauer Bote» erste Berufserfahrungen als Journalist gesammelt. Eben ist sein biografischer Roman erschienen: «Panama. Grenzerfahrungen. Ein Roadtrip». Der WB unterhielt sich mit dem Autor über seinen Erstling, das Reisen in den 1990er-Jahren und seine Zukunftspläne.

Marc Lustenberger, ihre Schreibkarriere begann Ende der 1990er-Jahre beim «Böttu», als Sie gleichzeitig den Ausbildungsgang am Medienausbildungszentrum in Luzern meisterten. Welches Rüstzeug nahmen Sie aus dem Luzerner Hinterland mit?

Diese erste berufliche Station war sehr prägend für mich. Beim «Böttu» wurde meine Leidenschaft für den Journalismus so richtig entfacht. Neben der Berichterstattung aus den Gemeinden und dem täglichen Handwerk in der Redaktion, das ich lernte, bot mir der damalige Chefredaktor Joe Zihlmann auch die Möglichkeit, experimentellere Textformen auszuprobieren. Ich war damals mit meinem Skoda im ganzen Hinterland unterwegs, besuchte abgelegene Höfe und entdeckte faszinierende Menschen und Geschichten. Daraus entstand eine Serie von Porträts und Reportagen, die in mir auch die Freude am literarischen Schreiben weckte.

Mehrere Ihrer Reportagen wurden mit Journalistenpreisen ausge- zeichnet. Sie arbeiteten nach dem WB als Korrespondent für verschiedene Schweizer Zeitungen in Spanien und Nordafrika. Trotzdem sagten Sie 2008 dem Zeitungs- business ade und führen seither in Luzern eine Kommunikationsagentur. Warum?

Der Journalismus ist weiterhin eine meiner Leidenschaften – heute einfach mehr als Zeitungsleser. Nach einem Nachdiplomstudium in Wirtschaft hat es mich gereizt, selbst ein Unternehmen zu gründen und mein Handwerk des Schreibens als Dienstleistung anzubieten. Das ist gelungen. Fünfzehn Jahre später ist eine kleine Agentur herangewachsen. Mit meinem Geschäftspartner und Mitarbeitenden versuchen wir, komplexe Themen im politischen Umfeld einfach zu erklären. Wir arbeiten vor allem für Gemeinden und andere Institutionen der öffentlichen Hand.

Hier kann das ganze Interview gelesen werden (Quelle: Willisauer Bote).
Rezension von Alfred Wüger in den Schaffhauser Nachrichten

 

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